Burgen und Schlösser im Harz
Kaum ein deutsches Mittelgebirge ist so dicht mit Burgen besetzt wie der Harz. Grafen, Bischöfe und Äbtissinnen sicherten hier im Hochmittelalter Handelswege, Erzvorkommen und ihren Anspruch aufeinander. Was davon übrig ist, reicht von der unversehrten Burg bis zum Mauerrest im Wald.
Burg, Schloss, Ruine – was ist der Unterschied?
Eine Burg ist zuerst ein Wehrbau: Mauer, Graben, Turm, dazu Wohnräume für die Herrschaft. Ein Schloss dient vor allem dem Wohnen und Repräsentieren; viele Harzer Schlösser sind aus Burgen hervorgegangen, als Kanonen die hohen Mauern nutzlos machten und der Adel lieber komfortabel lebte. Die Ruine schließlich ist, was bleibt, wenn niemand mehr baut und erhält.
Für Besucher heißt das: Burgen und Ruinen liegen meist erhöht, der Weg ist steil und uneben, dafür ist die Aussicht gut. Schlösser sind bequemer erreichbar und innen reich ausgestattet, aber auch stärker besucht.
Worauf wir bei Burgen achten
- Anstieg: Wie weit ist es vom Parkplatz, gibt es Alternativen für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind?
- Innen und außen: Gibt es ein Museum, oder ist das Gelände selbst die Attraktion?
- Wetter: Auf einer Felsenruine gibt es bei Regen kaum Schutz, im Schlossmuseum schon.
- Kinder: Mauern, Gänge und Türme begeistern, ungesicherte Kanten weniger.
Falkenstein, Wernigerode und der Regenstein liegen alle am nördlichen und östlichen Harzrand. Wer zwei davon an einem Tag verbinden will, kombiniert am besten Wernigerode mit dem Regenstein bei Blankenburg – die Strecke ist kurz.
Die Burgen stehen im Harz selten allein: In Quedlinburg sitzt die Stiftskirche selbst auf einem Burgberg, siehe Quedlinburger Schlossberg, und im Selketal unterhalb des Falkensteins liegt mit der Thalmühle ein Stück Mühlengeschichte.
Die Ziele in diesem Thema


